Sonntag, 28. August 2016

LeadvilleTrail100




leuchtstäbe wie eine einflugschneise, ein geist auf der linken seite mit einer okulten maske, rechts ein verpflegungsstand, ginger ale, GUs,, isotonische getränke, salzbrezeln, ein joint und eine riesentüte gras. scheint mir ein ernster fall von halluzination zu sein. es ist ca. 1h nachts, 3.300 meter hoch in den rockie mountains, unter null grad. ich friere, krieg keine gels mehr runter und weiß nicht, wie ich noch die restlichen 30k hinter mich bringen soll. wie bin ich hier bloß gelandet und wieso....

dezember 2015. ich bewerbe mich fürs leadvilletrail100, neben dem WS100 und dem UTMB wohl das bekannteste ULTRA foot race der welt. Ein traum, den ich träume, als ich 2011 den ersten trailrunner in californien gesehen hab „der ist ja bekloppt!“ „das will ich auch“. Ein traum an dessen umsetzung ich glaube, seit ich 2012 meinen ersten marathon gefinished hab. Inziwschen sind es 4 davon und 16 zuende gebrachte ultras.
Dezember 2015, 4o euro nur für die bewerbung, ohne startplatzgarantie.
7.januar 2016. eine mail aus leadville: congratulaions, you are in. Aaaaahhhh! 3X gelesen, 4x, 5x. Wirklich? Als nächsten tag 350 euro von meiner kreditkarte abgebucht sind, bin ich sicher. Ich werde im sommer meine größte sportliche herausforderung meines bisherigen lebens laufen. Uff.
Also mit elif urlaub geplant, trainiert wie sau und ab gings richtung westen.
Eine woche colorado zum aklimatisieren, nicht nur das ich noch nie über 3000m hoch, ich bin ja auch noch nie ein rennen gelaufen, das durchgehend über dieser marke verläuft. Und schon garnicht ein rennen mit 100 meilen :-) . zu allem unglück hab ich mir im josemiti nationalpark noch eine üble blasenentzündung eingefangen, es stand sogar ein DNS und eine vorzeitige heimreise zur debatte. Weitere details erspar ich euch, mir gings wirklich richtig schlecht. Aber ich bin dann in eine emergency clinic, kurz der aufnahmeleiterin in saubersten denglish mein problem geschildert und zack, sie zur ärztin rein, mit unterschriebenen rezept wieder raus und ich konnte mir ein antibiotika abholen. Mit dem fachkundigen apotheker aufgrund meines „not running sucks“ t-shirt ins quatschen gekommen über mein rennen. Und er sagte. Das antibiotoka schlägt u.u. Auf die achillessehne, nicht gut die bis 2 tage vorm wettkampf zu nehmen... dann hat er zum hörer gegriffen, das krankenhaus angerufen und mir anschließend ein besser verträgliches medikament gegeben, voll gut, wie das alles geklappt hat. 15 dollar hat mich der spaß gekostet, geholfen hats im nu und 9 tage später konnte ich mit einer blase an start gehen, die so gut wie seid 1,5 jahren nicht mehr ist.


2:45h nachts, km 140, 20k vorm ziel. die letzen 20 konnt ich nur noch zügig gehen, der magen kriegt nur noch brühe runter, immerhin. Ich kasper an der verpflegung rum, wie immer wenn ich total am ende bin, die leute sind super nett, als ich sag, ich würde am liebsten aufgeben, mir fällt nur kein grund ein, sagen sie. „wir würden dich auch nicht aufgeben lassen :-) . ich bin jetzt fast 23 stunden unterwegs, obwohl nur noch ein halbmarathon zu absolvieren ist, weiß ich, das ich mein sub 25h ziel nicht mehr erreichen kann, ich vermute, das ich auch den rest komplett gehen muss. Die temparaturen immer noch um den gefrierpunkt, es wird kalt werden die nächsten 4 stunden, aber ich erfahre, das der cut off gar nicht um 8, wie ich dachte, sondern erst um 10 ist. ich könnter also sogar nach leadville kriechen. Ich weiß jetzt, das ich meinen ersten 100meiler finishen werde.


20. august, 1h morgens, der wecker klingelt. Meine crew elif und ich stehen auf und machen uns auffen weg von frisco nach leadville. Um 3:45 steh ich in der startformation, ansagen sehr leise, vermutlich, um die nachbarn nicht zu wecken. 3:55 wie man sichs vorstellt die amerikanische nationalhymne und um punkt 4 setzen sich ca. 800 männer und frauen für das abenteuer leadville in bewegung. Die ersten 5k auf breiten straßen und forstwegen, das den vorteil hat, das es beim ersten singletrail einstieg keine staus gibt. Ich hab einen guten zug und die schöne strecken durch den dunklen wald bis zum ersten VP vergeht wie im flug, ca. 6er pace, sehr angenehm, geht bis zum 2. VP bei ca.40k genauso weiter, alles leicht wellig, kaum technisch, super. Da treff ich dann nach 4:15 elif, bekomm meine kurzen klamotten, kann die lampe abgeben, brav nudeln essen, und neu für mich, absoluter tipp: gesalzenen wassermelone, erfrischt super. Alle Vps der strecke super ausgestattet, es mangelt an nix, GU gel und GU Gums zu mitnehmen, 1A. Überhaupt sei hier mal kurz die organisaton erwähnt, alles reibunslos, superfreundliche helfer, top markierte strecke.


also ab den nächsten hm unter die füße nehmen. aber komisch, luft raus, obwohl es nur ganz leicht bergauf geht. laufen und gehen abwechselnd. aber nicht nur ich, sondern fast alle in meiner geschwindigkeitsgruppe. also dauert es bis VP 3 etwas länger, aber immer noch alles super, bin gut in der zeit, ohne überpact zu haben. tja, und dann kam, was kamen mußte. der hope pass. es geht auf ca. 6 km 800 meter in die höhe. und ein phänomen, was ich hoffte überwunden zu haben kam zurück. ich mußte mich regelmäßig hinsetzen für ca 10.15 sec, so 1-3 mal JEDEN kilometer. es ging also nur sehr langsam voran. und dann ging mir auch noch das wasser aus, richtig bekloppt. aber zum glück rauschte da ein bach, also kurz mal off-trail und trinkblase aufgefüllt. an der baumgrenze gabs dann noch ne kleine verpfegung, gestärkt und . nach 500 meter war auch der rest des aufstiegs geschafft. und downhill gings und zu meiner verwunderung konnte ich richtig gut laufen, sofort, und sammelte fast alles, was mich eben verblasen hat wieder ein. allerdings musste ich hier leider feststellen, das mein uhr mir vorgaukelte, das ich schon 10k weiter bin, das war doch sehr demotivierend. auf den ultra-trac modus der fenix kann man sich also nicht verlassen, schade.

dennoch, nach 11:15h stunden hatte ich den wendepunkt erreicht, elif versorge mich mit allem, was ich wollte und brauchte, nudelsuppe, cola, kaffee, iso, chips. ich packte die sachen für die nacht in rucksack und nach ca. 20min gings zurück. und was lag an? yep, hope pass again. steiler als der hinweg. wärmer. richtig hart, keine ahnung wie lang ich gebraucht hab, gefühlt hat mich jeder, der bis dato hinter mir lag überholt. ich wußte teilweise nicht, wie ich weiter gehen soll. nur hubschrauber rufen kannst ja nicht. und irgendwann war ich doch oben. und wieder waren meine beine sofort wieder da, echt erstaunlich, das dritte mal, das meine beine zurück gekommen sind. bis zur verpflegung bei ca. 100k wieder massig leute eingesammel, fühle mich sehr gut, hatte richtig spaß zu der zeit. aber dann war irgendwann schluß. an aufnahme von gels und gums war nicht mehr zu denken, es wurde kalt, die kraft verließ mich. der stand der goa-hippies machte nochmal spaß, ich überlegte kurz, nach anderen sachen als nach gras zu fragen, aber unter null grad und echt erschöpft wäre das wohl wirklich keine gute idee gewesen. 2 geister verabschiedeten mich mit "you are so sexy" und weiter gings im powerwalk.


an den nächsten beiden verpflegungen gabs noch mal brühe und nudeln, die ersten ca. 5k konnte ich wieder gut laufen, die schmerzen in den oberschenkeln weg, nochmal, super erstaunlich, wie total zersägte beine sich doch wieder gut anfühlen können. aber sobald die energie weg war, die ich nicht mehr nachfüllen konnte, mußte ich wieder gehn. stark frierend brachte ich nach 26:19h meinen ersten 100meiler zuende, beglückwunscht von den gründern des rennens vor 35 jahren, die jeden einzelnen finisher persönlich die medaille umhängen. (etwa 360 von 800 startern haben gefinished) dann führte mich elif zu unserm leih-SUV, auf dessen ladefläche ich erstmal 3 stunden geschlafen hab, bevor wir wieder zum ziel sind, um die letzten, die das zeitlimit schafften zu bejubeln. krass, das noch einige kamen, die ich bei ca. km 90 noch gesehen hab. um punkt 10 der pistolen schuß, wer bis da nicht im ziel war. kam auch nicht mehr rein. "the last ass" bekommt übrigens immer einen sonderpreis.


high noon gings zur collage sporthalle, alle sieger-und altersklassen wurden geehrt, ebenso die leadmänner- und frauen (eine ganze serie, u.a. ein 100 meilen MTB rennen nur eine woche zuvor). alle finisher wurden namentlich vorgelesen, während die gürtelschnallen ausgegeben wurden.

ich bin stolz wie bolle, meinen ersten 100miler eingefahren zu haben, auch wenns nicht für die große schnalle gereicht hat. ich war zwischendurch hart an meinem körperlichen grenzen und auch 6 tage muskelkater hatte ich wirklich noch nie.
but I did it!
geiles rennen, interessantere und anspruchsvollere strecke als ich erwartet hatte, ich kanns wirklich sehr empfehlen, was für ein abenteuer!

Montag, 18. April 2016

weil auch scheitern funktioniert


Der finger drückt auf den roten knopf oben rechts auf der neuen uhr,die beine gehen über in langsamen trab, dann ins gehen.
17.4.2016, 36. Hamburg marathon, ca. km 13. Ich verlasse die laufstrecke, gehe unter der u-bahnbrücke durch auf den fußgänger weg und zurück nachhause. DNF, der erste ohne zwingende umstände. Ich harte null spaß, von anfang an. Die ganze woche vorher verhalten optimistisch, ganz klare ansage war die 42,195km lange strecke in 2:XX:XX zu laufen, hab es für schwer, aber möglich gehalten.
Gut trainiert nach der brocken challenge ohne größere probleme, bei intervallen wie immer hart mit dem tempo gekämpft, lange tempoläufe waren gut. Meine üblichen umfänge brav reduziert, nur eine ultradistanz 3 wochen vorher, alles im rahmen, zumindest so, das ein einbruch frühestens ab km 30 dadurch erklärbar gewesen wäre. Also was ist passiert.
Mittwoch 5km im renntempo, supereasy, null problem.
Sonntag dann beim start, viel voller im block als letztes jahr, sofort hart genervt, meine crew meiner meinung nach immer 3-5 sek zu schnell, fand ich auch scheiße, aber die zielzeit gibt den pacern recht, henning und martin siind in 2:58:XX ins ziel, geil henning, glückwunsch!
Ich wußte bei km 3 eigentlich schon, das es für mich heute nicht geht, bei km 5 war ich schon richtig im eimer, unerklärlich. Christian kam zu mir und wollte mich aufbauen, aber ich war schon im alles-scheiße modus. Lauffreunde schwachköpfe e.V. oder wie die hießen in 5er reihe nebeneinander vor mir haben meine laune nicht verbessert, wie ignorant kann man eigentlich sein? Hallo, ihr seid nicht die einzigen auf der strecke. Und wieder mal fällt mir auf, das ich riesen events einfach nicht mag. Ich mag nicht von hundert leuten angefeuert werden, ich will meine ruhe. Aber naja, das wußte ich ja vorher. Ich denke, das wird mein letzter großer marathon gewesen sein, ob ich nochmal die sub 3 probiere lass ich mal offen.
Fakt ist, ich bin aus dem rennen ohne zu müssen. Kritisiere ich bei andern leute oft, keine lust ist kein aufgabe grund, es zählen nur verletzungen oder erkrankungen. Zumindest bei landschaftsläufen/ultras hat sich die meinung auch nicht geändert. Eigentlich auch sonst nicht, ich bin nicht stolz auf mein DNF, halte es aber trotzdem für richtig. Ich bin nicht zum sightseeing durch die stadt gelaufen, sondern nur mit dem 2 zielen, sub3 zu laufen UND (möglichst lange) spaß zu haben. BEIDES hat nicht statt gefunden. Meine laune wurde von schritt zu schritt schlechter. Die beine haben sich nicht eingelaufen. Es gab tatsächlich keinen grund weiterzulaufen, ausser prinzipell zu ende zu laufen. Das ist für mich in einen „event-lauf“ definitiv nicht genug. Also hab ich mich entschieden bei km 13 zu scheitern, nicht erst bei 42.195.
Entäuscht bin ich über meine nicht-leistung, die für mich so früh im rennen nicht wirklich erklärbar ist, außer mit gebrauchter tag.
Und entäuscht bin ich, das ich die skeptiker, die meinen meine umfänge & sub 3 funktionieren in meinem alter nicht, nicht widerlegen konnte.
Freuen tu ich mich, das ich jetzt wieder so viel laufen kann, wie ich lustig bin, nicht mehr jede sekunde zählen muss. Und ab sofort wieder meistens müde beine hab. Und haben darf. On the way to leadvilletrail100. wird super

Sonntag, 14. Februar 2016

BC2016

BC 2016

Nun grummelt das doch schnon ne stunde im darm. Also ab hinter den nächsten busch. Fuck! Wieso teilt sich hier der weg nochmal? Egal, ich glaub links, aber dann ab hintern busch. Hoffentlich überholt mich niemand....

4 monate früher
cappadocia ultra vorbei, 70 kilometer ziemlich erschöpft gelaufen, eigentlich kein bock mehr auf den quatsch. der nächste ultra kann nur brocken challenge heißen, dann weiß ich wieder, laufen ist die einzige möglichkeit. Wir laufen weil es sein muss, nicht wie andere aus versehen.

Training eh wie immer, rauf runter, hamburg runde, HaBuBe, matzes harzrevier übernommen, mal mit locals mal ohne. Nebenbei noch 2 seen der #lakechallenge klargemacht. Fast immer nen haufen Tide Runners am start. We run your place!
Lottery gewonnen, yeah, i`m in, 3 brocken challenge kann kommen, mit jenson, lenertz, schindler und mir. Dazwischen die january run crew challenge, die lovely tides holten einen richtig starken 4 platz, ich selbst lief in januar, also im wichtigsten monat für die BC 750 km, allein in der letzten woche 230. so viel wie noch nie.
Ebenfalls im januar den deister übernommen, tanya, now it`s all ours.


Dann endlich freitag, abfahrt zum briefing mit hamburs harz4, trotz stau pünklich da, alle bekannten und weniger bekannten begrüßt, klassentreffen style, menschen die man nur facebook kennt in echt getroffen. Dann das briefing, am anfang wie immer ditschiriduu, es ja eher nicht so meins, ist mir etwas zu sprirtuell und so, aber wenn markus ohlef das macht, geht das schon klar, was er mit seiner crew jedes jahr auf die beine stellt, als 100 % charity veranstaltung ist schon richtig geil. it`s like a homerun everytime. Aschus anschließende streckeneinweisung wie immer sehr informativ und nerdig/spaßig, sehr schade, das er das letzte mal am mikro war, aber ich bin mir sicher, das hecke das ab nächstes in seiner eigenen art hinbekommen wird.

http://www.brocken-challenge.de/

Nach dem briefing tim, meinen host, getroffen, wir ab zu frank auffen rheinshof und fette pastaparty, leckerster biokram, nudeln, schoki, chips, soyagurt und was weiß ich. Derbe vollgefressen gings weiter zu tim und anne, hello anne, thank you for letting me sleep in your place. Relativ früh auf die isomatte, recht gut gepennt, noch früher der wecker geklingelt, aufgestanden, kaffe getrunken, gekackt. Ach ne, gekackt nicht. Mist. Na, egal.

Tanya hat uns um 4.45h eingesammelt und alter, viel kälter als gedacht, die motivation des vorabends war weg. Aber kommt ja beim laufen, nääää.

Ziele:
1. schneller als letztes jahr
2. top 10
3. sub 8h
schaun wir mal was geht, lampe an, ab zum start, weiter vorne einsortiert und dann gings auch schon los. 4-5 leute vorne weg, flo schnell nicht mehr zu sehen, lenertz mit schinder vor ner größeren gruppe, bei der ich mit nach 20-25 minuten einsortierte, dabei philip und patryck .
Berg rauf ließ ich dann meist abreißen, berg runter war ich wieder dran, nach ca. 8k gabs nen längeres runter stück, ich überholte und war weg, ab diesem zeitpunkt lief ich quasi bis zum schluß alleine, das mag ich ja ehe am liebsten, falk und ich überholten uns auf den nächsten 20k gelegentlich , ich gab mich aber wortkarg, so blieb er dann auch nie lange bei. Kleinen interview termin mit björn hatte ich aber doch noch, ein bisschen abwechslung.
Plötzlich überholte christian (schindler) mich. Hä? Hat sich schön verlaufen und extra 3k gemacht, hehe, augen auf beim brocken lauf. Er war dann aber auch schnell wieder weg.... Bis barbis ließ ich alle VP aus, obwohl meine trinksytem eingefroren war. Geil tüdelig von mir, weder den schlauch unter die jacke gepackt, noch frei gepustet. Aber arno und sandra 5 wochen vorher den tip geben, eben das bei frost zu tun.....
schnuppe, 42k genau wie geplant in 3:30h erreicht, kurze pause, brühe mit nem schuß cola geschlürft, super tip philipp, und nen veganen käsekuchen verspeist und auch direkt weiter richtung entsafter. Bei 50k wurde das geläuf verschneit mit treckerspuren links und rechts, auf denen offensichtlich alle läufer vor mir unterwegs waren, ich war sehr irritiert, keine fußspuren zu sehen, aber immer wenn die zweifel, noch auf dem richtigen weg zu sein groß wurden, kam ein BC schild. Na, um die 60 erwischte es mich dann doch, super platt, ausser gel ging nix mehr rein, also ab jetzt laufen und gehen abwechselnd. Und auch der darm grummelte schnon ne stunde. Also ab hinter den nächsten busch.
Fuck! Wieso teilt sich hier der weg nochmal? Egal, ich glaub links, aber dann ab hintern busch. Hoffentlich überholt mich niemand während ich hier mit der strecke im auge hock....keinen vorbeilaufen sehn, super, weiter geht’s.
naja, lange rede kurzer sinn, ein läufer überholte mich noch, brach aber direkt massiv ein und ich war wieder vorbei. die letzten 10k wars laufen und gehen im wechsel, aber ich ahnte leise, das es mit den sub 8 doch nicht mehr reichen würde, bergauf war einfach zu langsam, konnte aber keine schippe mehr drauflegen. Trotzdem lief ich sehr zufrieden nach 8.05 ins ziel, war etwas verwundert, nur 10. zu sein, tat aber dem gefühl, einen sehr guten wettkampf hingelegt zu haben keinen abbruch. Später wars dann doch der neunte platz, philip und 2 anderen läufer haben wohl überholt, als ich links statt rechts gelaufen bin, lt. Strava ein ca. 500 meter umweg, aber was solls, all good. jetzt aber wieder lecker futter im goethesaal, mit dem carsten drilling nen paar schierke feuerhaken gezischt, dummes zeug gequatscht und mich über christianes ersten gefinishten ultra gefreut.



3 hamburger unter ersten 10 is auuch derbe, krasser 4 platz vom schindler, der auf jeden auch für platz 2 gut ist, und auch hennings 6. is saustark!


Brocken challenge you rock, wenns euch nicht gäbe, müßte man euch erfinden! Ihr seit die besten!

Sonntag, 31. August 2014

run it fast. trainspotting!


3:02:42 stunden, den plön marathon gewonnen, über 30 min schneller gelaufen als vor 2 jahren, das dritte mal treppchen dies jahr, das zweite mal platz 1. was ist da los???. diesmal ist es ja eigentlich ein fail, ich war bis 28k klar auf sub 3 kurs, aber dann doch ziemlich eingebrochen und hab die letzten 10k lediglich ein 5er pace laufen können. und wäre am liebsten ausgestiegen. geht natürlich nicht. und bin ich natürlich auch nicht, hehe. 

aber ich erzähl ma nen büschen mit vorgeschichte. dann wird klar, das dieser lauf "trotz" über 3h natürlich kein fail, sondern richtig fett war.
nach dem watt-moor-ultra hab ich angefangen, mich recht intensiv vorzubereiten, 1x intervall mit meiner crew henning und peter und einen tempolauf jede woche. und trotzdem umfänge zwschen 100-125k, ultras bleiben ja mein hauptaugenmerk, und da würde ich ungern an grundlagenausdauer verlieren. die schlauen köpfe die meinten, ich müsste mich zwischen ultra und schnellem marathon entscheiden, können ja nochmal in sich gehen.... vor 4-5 woche zeichnete sich aber schon ab, das ich die tempovorgaben für einen flachen sub3 marathon nicht halten kann, weder bei intervall, noch tempo, beine ständig zu müde, war schon schnell. aber eben nicht schnell genug. und der plön marathon ist eben sehr wellig, heißt ja nicht umsonst holsteinische schweiz, haha. vor 3 wochen fiel dann mein entschluß, auf 3.10h zulaufen, 4.30er pace.
auch mein eher mittelmäßiger auftritt beim mopo(drecksblatt) staffellauf machte mir nicht wirklich mut, wobei es natürlich unfug ist, eine ca. 19.30min auf 5k bei vollem trainingsumfang mäßig zu nennen, ich sollte ma wieder klar kommen...
also, wie dem auch sei, vor so sieben, acht tagen fiel mir auf, das mein zweiter vorname weder vernunft noch sicherheit ist, und der plan auf sub3 zulaufen und nen einbruch zu riskieren stand. naja, und genauso wars heute, nur das der einbruch viel weniger dramatisch war als befürchtet und ich die deutlich welligere erste hälfte echt flott laufen konnte. nächste jahr fällt die 3h auf jeden! 
kleines highlight nebenbei lag heute übrigens bei kilometer 3. ein unterdistanzläufer und zwei staffeläufer ca. 500 meter vor mir über einen bahnübergang und direkt dahinter... rotes licht, schranke runter! ... ich musste tatsächlich auf dem zug warten, hihi, aber schnelle schranke, waren so höchstens 20 sekunden, keiner lief auf mich auf, ich stand tatsächlich als einziger. irgendwie auch geil.


ein sehr zufriedener #tiderunnershamburg bedankt sich bei #laufgeschenke.de und grüßt das #laufwerk-hamburg




Sonntag, 13. Juli 2014

watt?

der watt-moor-ultra. eine kleine feine veranstaltung, ausgetragen zum ersten mal, durchs wattenmeer, wald und wiese und kleine landstraßen, tolles ding. und ich hab gewonnen, das erste mal überhaupt. nun hab ich ein jahr den streckenrekord, hihi. Aber von anfang an. von ganz vorne...
vorne heißt in diesen fall lugano-scenic-trail in der schweiz, schon einen monat her, aber noch nicht verarbeitet. 50K mit 3.700hm, höchster punkt 2.100m. ich bin einen tag vorher angereist. Was natürlich fatal war, höhenmeter und mankus sind keine freunde. Ich wollte 7,5h laufen, brauchte über 9h, platz im mittelfeld, mein schlechtester ultra ever. Ich bin die berge nicht hochgekommen, musste teilweise alle 100m 1min pause machen. Lange rede kurzer sinn, das beste war, das ich nicht ausgestiegen bin. Und das alpenpanaroma.




Was sich aber bis zum lauf gestern hinzog war, das ich in den letzten 4 wochen nicht einmal das gefühl hatte, gute beine zu haben, einen longrun nach 20k abgebrochen, selbst 10-15k waren geradezu unverschämt mühsam, das einzige was richtig spaß gemacht hat, war intervall-training mit henning heide, bin ja echt überrascht, das ich da fan von werde.

Aber nun zum watt-moor-ultra.
Freitag nachmittag sind julia (hanz frau), hanz und ich nach spieka-neufeld losgefahren, viel verkehr, nervige 3,5 std. gedauert, aber so ist das halt, „wir stehen nicht im stau, wir sind der stau“.
Bei willfried, dem ausrichter des laufs (er feierte damit seinen 60. geburtstag, die erlöse gehen komplett an das Nationales Register für angeborene Herzfehler e. V., über 2.500 €) angekommen haben wir im garten die startnummern bekommen, büschen gequatscht und auch noch gleich zur pasta-paty eingeladen worden, aber wir mussten ja noch in unserer pension einchecken (die nudeln gabs dann beim italiener, danke hanz für die einladung).


nächster tag: renntag
wecker klingelt um 4.45h, mitgebrachtes müsli verspeist, obligatorischer toilettengang (unbefriedigend) und ab zum strand. Von da gings nämlich per trecker-planwagen durchs watt nach neuwerk, start des ultras. Und während der fahrt konnten wir die ersten 10k des rennens in augenschein nehmen, das norddeutsche wattenmeer.... und das sah wesentlich, sagen wir flüssiger aus, als erwartet....



um 7.05h also start. Und ab gings rein in den matsch, bei jedem schritt das gefühl, den schuh an das watt zu verlieren, es zog und saugte von unten an den beinen, einige stellen knie-tiefes wasser, voll geil. Die ersten wattwandernden touristen kamen uns entgegen, große augen und zörgerliches klaschen, hehe. Insgesamt aber doch gut zu laufen, unter 6er schnitt für den untergrund, nix dran zu meckern. Ich musste dummerweise einmal stehen bleiben und arschbacken zusamenkneifen, gebüsch gabs ja leider nicht....erste verpflegung nach 12k, jürgen, ein erfahrene ultraläufer kam als erster dort an, dann max und ich, mit den beiden sollte ich heute noch häufiger zu tun haben. Max arbeitet für skate-aid e.V., ziemlich geile geschichte, checkt das mal aus.
jürgen als erster weiter, ohne schuhwechsel, max kurz danach, ich muste erstmal kacken und zehenpflaster wechseln, durch die nassen füsse hatten sich beide gelöst. Seit einiger zeit reiben mein mittel- und ringzeh (?) rechts immer aneinander, wenn ich die nicht tape. Hab mich aus zeitgründen entschieden, nur den mittleren zu verarzten, was sich später leider noch als fehler herausstellte. Läufer 4-8 waren auch an der station, als ich dann endlich weiterlief.
Schnell wieder bei max gewesen, der sich äußert unzureichend über den kursverlauf informiert hatte, die strecke war nur spärlich mit grünen pfeilen markiert, das war aber auch so angesagt, und er hat sein navi nicht vernünftig mit der laufstrecke gefüttert. Also enschied er sich, erstmal bei mir mitzulaufen de nächsten 10k liefen wir 4.45min pace, klar das das bei dem wetter und dem tiefen schlamm vorher zu schnell ist, aber wir wollten jürgen wieder einholen, was auch recht schnell gelang. Und meine beine waren toll, nach eine gefühlten ewigkeit mal wieder. Mir war durchaus bewußt, das ich früher oder später einbrechen würde, aber 1. war mir das egal, und 2. würden das auch fast alle anderen auch, also so what.
Also max und ich so 15k zusammen durch die gegen getrabt und dann an einer recht großen straße gelandet. Kam mir komisch vor und ich schaute auf mein handy. DAMN, abzweigung verpasst. Also hier links und die nächste wieder links, dann kommen wir wieder auf den kurs. Auf der parallel straße konnte ich dann jürgen ausmachen, der uns durch diese unfreiwillige schleife natürlich wieder überholte. Aber an der verpflegung bei km 27 hatten wir ihn dann auch wieder... diese erneute aufholjagd ging uns dann aber doch schon ganz schön in die beine und hatte irgendwie was von deja vu erlebnis...
zu dritt gings dann weiter. So ca. 200m.... meine zehen rechts taten inzwischen so weh, das ich mich entschied, sie nochmal zu tapen und ich musste die beiden laufen lassen. ca. 3 min dauerte die operation und ich konte mich wieder auf den weg machen. Inzwischen änderte sich der untergrund regelmäßig von landstraße, waldweg, wiese, schotter und teilweise richtig tiefer sand mit grobstolligen treckerspuren, die auswirkungen auf kopf und beine könnt ihr euch wohl vorstellen. Aber mein mantra „einfach laufen, einfach laufen“ und dabei die visualisierung von einem blauen fisch namens dorie vor mir herschwimmend half doch ungemein, gelegentlich gesellten sich noch das gelbe strichmänchen aus einem nike laufvideo, suse der d-zug und jenson das uhrwerk zu dorie (no drugs, ich schwör). die beiden führenden kamen wieder in sicht und durch stoppen an markanten punkten sah ich, das ich ca. 20 sec./km schneller lief als die beiden, ich rechnete damit, in 7-8 km wieder aufgeschlosen zu haben. Aber bei 38k kam schon die nächste verpflegung, max und jürgen stoppten, und liefen erst so 30sek vor mir wieder los. Da ich noch so einigermaßen alles an bord hatte, entschied ich mich sponan, nicht anzuhalten („brauchst du wirklich nichts?“). Knapp ein km später wussten die beiden nicht genau wo lang, und zack, zusammenschluß.... jetzt aber wieder einen lange sandstrecke, meine beine hatten keine lust mehr und mein spann am rechten fuß tat dauerhaft weh, ich hatte jetzt echt probleme dran zu bleiben, aber nützt ja nix. Max meinte später, das ich hart geschnaufft hab... um so erstaunlicher was nun geschah. Inzwischen wieder auf einer landstraße liefen jürgen und max rechts, ich leicht versetzt nach hinten links. Auf meinen vorschlag, das wir doch alle auf linken seite laufen sollten reagierten die beiden nicht, pffff. Also lief ich vorbei, damit sie wie trottel aussahen und nicht ich. Und wo ich eh dabei war, kaputt und schlechte laune, erhöhte ich das tempo, machte quasi einen antritt bei 41k, haha, und setzte mich tatsächlich ab. Ich hörte von hinter „läuft der jetzt schneller?“. Hehe. Dann fiel mir noch der so großartig schwachsinnige tipp aus dem buch „never wipe your arse with asquirrel“ ein: wenn du nicht mehr kannst, lauf schneller...
nach 2-3 k hatte ich dann einen kleinen vorsprung, so genau weiß ich das nicht, umdrehen geht ja nicht, also nur bei kurven mal geluschert und irgendwann war dann nur noch max in sichtweite, wie ich später hörte, hatte jürgen einen harten einbruch und mußte gehen. Und so ab 49k war auch max nicht mehr zu sehen, cool. Ich war dann so frei, auf zwei ca. 30m langen „anstiegen“ zu gehen, das waren meine einzigen laufpausen. Bei 51 war dann die letzte verpflegung, nen fahrrad hatten die beiden nicht für mich, ansage war noch 11k, also weiter. Ab hier wußte ich, das ich wohl gewinne, wenn nix schwerwiegendes passiert, zählte dann die km für mich runter und freute mich, das ich trotz müder beine und schmerzenden fusses noch ne 5.50 pace laufen kann, egal ob straße oder wiese. Und bei 63.8k, 6.05h lief ich dann unter dem jubel von willfrieds famile, freunden und bekannten durch den zielbogen. Ich hatte das erste mal in meinen leben einen lauf gewonnen :-) .




danke an #laufgeschenke.de und #laufwerk-hamburg.de für die unterstützung und besonders willfried, der einfach aus spaß an der freude diese coole veranstaltung auf die beine gestellt hat. Nächste watt-moor-ultra: 11. Juli 2015

Donnerstag, 8. Mai 2014

we have all the time in the world


Weiter geht’s. 2 wochen nach dem insellauf kommt die harzquerung, 50k landschaftslauf von wernigerode nach nordhausen.


Ich hatte eine woche nach wilhelmsburg noch mit muselkater in der wade zu kämpfen und auch der spann beider füße war wieder sehr angespannt. meine inov-8 straßenpuschen werden auf jeden nicht mehr angezogen, die sind doch zu anspruchsvoll für mich. Hab sie jetzt zu hausschlappen umgebaut :-)


am mittwoch vor dem start dann noch mit dem linken großen zeh auf ne wespe getreten, welche dann auch beherzt zustach. Sonst gibs nix zu jammern und bis freitag abend war auch alles wieder bene. Also wie immer die suse eingepackt und ab richtung harz. Wir trafen uns noch mit ein paar berlinerInnen und christian, einem local, der uns auch netterweise die startunterlagen abgeholt hat, wir waren spät dran. Die ganze meute dann noch zusammen essen in einem wernigeroder restaurant, die waren ein bisschen überfordert, ich habs trotzdem geschafft, nicht unfreundlicher zu sein, als sonst auch. Nach acht cola und acht bier hatte ich dann mit einer der anwesenden noch einen kleinen eklat über alltagsrassismus, aber das lohnt sich ja quasi nie... nach etwas betretenem schweigen der andern wars aber doch noch ne nette runde, und ich hatte die ehre mit der siegerin des trail petit ballon an einem tisch zu sitzen. Um zehn machten suse und ich uns auf nach braunlage ab ins hostel. geratzt und gut. Morgens zurück nach wernigerode, noch andreas


aus der google+ communitiy getroffen. schnell nen kaffeee besorgt und ab zum start. Christian hatte uns noch den tipp gegeben, uns möglichst weit vorn einzureihen, weil es relativ früh berghoch und schmal wird, also stau gibt. Gesagt getan und ich fand mich in der dritten reihe wieder. 
Los gings, die ersten 4k gleich ordentlich bergauf wie angekündigt, aber mit frischen beinen lief das super und ohne gehen war der erste hügel erklommen. Bei kilometer 18 hatte sich jenson angekündigt, der war mit family dort im urlaub, cool so ne anfeuerung zwischendurch. auch bei ca. 25 tauchte er nochmal auf und lief ein stück mit. 



Auf höhe der 20 überholte mich dann barbara, die siegerin des petit ballon, wir quatschten ein bisschen und dann lief sie ihrer wege... was soll ich sagen, wieder erste, kam eine halbe stunde vor mir ins ziel. Saustark.
Bei kilometer 30 begann die der geilste teil der ohnehin richtig schönen strecke, ein downhill auf einem engen singletrail, teilweise so frische grüne bäumen direkt an einem dran, ich fühlte mich wie in einem bambushein aus einen ostasiatschen material arts film. Lief weiter alles wunderbar, ich fülle bei 20 und 40 meine handbottle auf, hier und da ne banane und nen riegel (neue vegane, viel besser unter belastung als die cliff), schleckte ein bisschen salz und freute mich des lebens und übers wetter. Der anstieg von ca. k35 auf k39 war recht anstrengend. Aber das hatte ich auch schon schlimmer erlebt, also auch bei k40 noch alles bestens. Auf dem anschliessenden downhill verliessen mich aber leider doch meine kräfte und die dynamik war dahin, ab da bergab laufen (relativ lahm), berg hoch meist gehend. Ein highlight bei ca 46, ein typ vor mir, der 800 meter nach der verpflegung seinen becher in wald schmeissen musste. Der soll ma wieder auf lieber straßenlauf machen. Ich pöbelte ein bisschen von hinten, schob den becher in meinen gürtel und überreichte ihn ihm dann später ihm ziel. Er gucke etwas sparsam, hehe. Ein anderer teilnehmer lief so bei 48 auf mich auf und wir quatschen dann die letzten 2 ein bisschen, er war auch nicht mehr sooo frisch, so freuten wir uns zusammen, das die strecke 1k kürzer war wie ausgeschrieben und liefen zusammen ein. 4:49:02h.
Ich bin unter die ersten 10 % gelaufen, platz 42, 5ak, super zufrieden, schöne strecke, schön entspannt organisiert, keine totschlagsponsorenwerbung, super. Nur das man immer auf de siegerehrung warten muss, wenn man mit suse unterwegs ist nervt....  (frauenwertung Rang 3, glückwunsch!!!
wieder mal dank an laufgeschenke.de für die coolen klamotten!
in der mitte barbara, rechts suse

                        


8 tage später gings gleich wettkampfmäßig weiter. Das erste mal hamburg marathon, allerdings als startläufer in der staffel, helge, seineszeichen mitbesitzer des laufwerk-hamburg.de ladens musste verletzt absagen. (der gute mann ist übrigens letztes jahr die harzquerung 9 min schneller gelaufen als ich, grrrr). Bisschen mulmig war mir, da man bei der staffel vorher den andren mitläufern so ungefähr seine zielzeit mitteilt, da die ja auf einen warten müssen. Ich murmelte ganz optimistisch 1:07h für 16.5 kilometer, entspricht so etwa meinen halbmarathontempo. Nur ich habe mich ja null vorbereitet, getapert oder so. naja. Da stand ich dann also im startbereich c und harrte der dinge die da kommen würden. Und zuerst flogen nur so die klamotten weg, es ist wohl üblich, sich zum warmhalten alte laufsachen anzuziehen und dann kurz vorm start. Auf der straße zu entsorgen.... auch unterwegs flogen noch handschue und jacken durch die gegend. Irgendwie nicht sooo geil. Naja, nach schlimmen eurodance gings dann los, durch meinen block relativ weit vorne ging alles supereasy und ich war schnell im rhytmus. traf auch gleich jenson (der spezi mit den fotos aussem harz) und begleitete ihn 15k, es sollte sein erster sub 3h marathon werden. Und wurde es auch, 2.57h, geile scheiße. Nu bin ich langsam unter zugzwang....
                

am jungfernstieg übergab ich dann an meine laufwerk kollegin majorna, genau mit der kalkulierten zielzeit ganz geil, ich bin offensichtlich in der lage aussem training raus nen 1:25-1:26 halbmarathon zu laufen, cool.
so latschte gemütlich zum sievekingplatz, holte mir kaffee und kuchen und schaute dann bequem, wie die profis ins ziel kamen. Schon schnell.... nach 3:10 m kam dann fabian ums eck und mein team mizuno laufwerk lief gemiensam ins ziel, ein schöner abschluss. So schlimm, wie ich mir dieses massenevent vorgestellt hab, war es also nicht, wenn es nächstes jahr ein laufwerk team dabei sein sollte, könnte ich mir vorstellen....

dennoch, das zitat dess harzquerung-gründers Robert Winklers nach seinem ersten straßen marathon ist auch ein schönes schlußwort:
In der Mitte Kopfsteinpflaster, links und rechts Autos und alle 5 Meter Leute mit einer Ratsche.

Danach habe ich mir geschworen, nie mehr an einem Stadtmarathon teilzunehmen.”